Wald als Kohlen­stoff­senke und Klima­schützer

“1.184 Mio. Tonnen Kohlen­stoff (108 Tonnen Kohlen­stoff je Hektar) sind derzeit in den lebenden Bäumen (oberir­disch und unter­ir­disch) der Wälder Deutsch­lands
gebunden. In Totholz sind 46,1 Mio. Tonnen Kohlen­stoff (4,2 Tonnen Kohlen­stoff je Hektar) gebunden.
Bundes­wald­in­ventur und Kohlen­stoff­in­ventur 2022 liefern die Daten­basis zur Schät­zung der Kohlen­stoff­vor­räte für lebende Biomasse und für Totholz. Model­lie­rungen zum Boden basie­rend auf Ergeb­nissen der Boden­zu­stands­er­he­bung schätzen weitere 936 Mio. Tonnen Kohlen­stoff in Streu und Mineral­boden. Insge­samt sind also rund 2.200 Mio. Tonnen Kohlen­stoff (197,4 Tonnen Kohlen­stoff je Hektar) im Wald gespei­chert. …  Vitale Wälder und Neuauf­fors­tungen
können global dazu beitragen, den CO2 Gehalt der Atmosphäre zu senken.”

Bundes­wald­in­ventur 2022, S. 46

Nadel­wald im Klima­wandel

Durch den Klima­wandel – Regendefizite/höhere Tempe­ra­turen – zeigen sich aktuell drama­ti­sche Absterbe-Prozesse von über 900.000 Hektar Wald — überwie­gend Nadel­wädler — in Deutsch­land, mit steigender Tendenz.

Dieser Waldver­lust und Ausfall von gesichertem Biomasse-Zuwachs führt zu einer nachhal­tigen Minde­rung der CO2 Kompen­sa­tion durch Waldwachstum. Die Ergeb­nisse der vierten Bundes­wald­in­ventur (S.7) zeigen, dass infolge des klima­be­dingten Waldster­bens und des damit einher­ge­henden Verlustes an lebender Biomasse der Wald seit 2017 zu einer Kohlen­stoff-Quelle geworden ist.

Gemeinsam Laubbäume fürs Klima pflanzen

“Den Wald und all seine Ökosys­tem­leis­tungen zu erhalten und auf die Verän­de­rungen im Klima­wandel anzupassen, stellt die wichtigste Heraus­for­de­rung für
Politik, Waldbe­sit­zende und Gesell­schaft dar. Steigende Tempe­ra­turen, Änderung der Nieder­schlags­ver­tei­lung und die Zunahme von Extrem­ereig­nissen führen zu
erheb­li­chen Störungen der Wälder. … Die notwen­digen Maßnahmen zum Erhalt und zur Anpas­sung der Wälder zielen angesichts des voran­schrei­tenden Klima­wan­dels darauf ab, die vielfäl­tigen Ökosys­tem­leis­tungen von Wäldern dauer­haft sicher zu stellen. Dies erfor­dert vielfach eine aktive Anpas­sung von Wäldern an den Klima­wandel durch den Umbau risiko­be­haf­teter Wälder hin zu klima­re­si­li­enten Misch­wäl­dern, mit überwie­gend heimi­schen Baumarten und Herkünften, die an den Standort angepasst sind und den prognos­ti­zierten Klima­ver­än­de­rungen gerecht werden.”

Bundes­wald­in­ventur 2022, S. 47

CO₂ binden, Wasser sichern – jetzt mitge­stalten

Trinkwasserwald-Pflan­zungen regene­rieren geschä­digte Flächen und schützen unser Klima. Sie sichern so neben der Qualität und Verfüg­bar­keit unseres Grund- bzw. Trink­was­sers langfristig die Klima­sta­bi­lität, die Biodi­ver­sität und den natür­li­chen Wasser­kreis­lauf.

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ESG & CSR
Nachhal­tig­keit

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Wasser­fuß­ab­druck
reduzieren

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