Trotz Krisen­zeiten: Über 95.600 neue Laubbäume für Deutsch­lands Wälder – Trinkwasserwald e. V. pflanzt 2025 Laubbäume auf mehr als 28 Hektar geschä­digten Nadel­wald-Flächen

2025: 95.600 stand­ort­ge­rechte Laubbäume 23 verschie­dener Arten wurden auf 28,15 Hektar ehema­liger Nadel­wald-Schad­flä­chen gepflanzt

Hamburg, den 18. Dezember 2025 – Der Umwelt­schutz­verein Trinkwasserwald e.V. zieht für das Jahr 2025 eine eindrucks­volle Bilanz: 95.600 stand­ort­ge­rechte Laubbäume 23 verschie­dener Arten wurden auf 28,15 Hektar ehema­liger Nadel­wald-Schad­flä­chen gepflanzt – dank der großzü­gigen Unter­stüt­zung zahlrei­cher Unter­nehmen, die trotz wirtschaft­lich schwie­riger Zeiten ein deutli­ches Zeichen für Umwelt- und Klima­schutz setzten.

Ein beson­derer Schwer­punkt lag in diesem Jahr auf dem Harz, der seit 2018 durch Dürre und massiven Borken­kä­fer­be­fall über 90% seiner einst weitläufigen Fichten­bestände verloren hat. Mit 17.500 gepflanzten Laubbäumen leistet Trinkwasserwald e. V. hier einen wichtigen Beitrag zur ökolo­gi­schen Wieder­be­le­bung einer der am stärksten geschä­digten Waldre­gionen Deutsch­lands.

 

Wald in Not

Der deutsche Wald leidet zuneh­mend unter den Folgen des Klima­wan­dels:

  • Laut Waldzu­stands­be­richt 2024 gilt nur noch jeder fünfte Baum als gesund.1
  • Eine Nature-Studie 2025 belegt, dass Abster­be­er­eig­nisse, Kronen­ver­lich­tung und verrin­gerte Wachs­tums­raten die wichtige Fähig­keit der Wälder, Kohlen­stoff zu binden, stark beein­träch­tigen.2
  • Eine Auswer­tung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR, 2025) zeigt sogar: Seit den Dürre­jahren sind nicht 500.000, sondern 900.000 Hektar Wald in Deutsch­land abgestorben.3

 

Natur­naher Waldumbau für Wasser und Arten­viel­falt

Wälder sind Lebens­raum, Klima­re­gu­lator, Erholungs­raum, Rohstoff­quelle und die Grund­lage unserer Trink­was­ser­ver­sor­gung. Damit sie diesen vielfäl­tigen Aufgaben auch in Zukunft gerecht werden können, braucht es den Umbau von Nadel­wald-Monokul­turen hin zu arten­rei­chen, klima­to­le­ranten Laubmisch­wäl­dern.

Allein die 2025 von Trinkwasserwald e.V. wieder­auf­ge­fors­teten 28,15 Hektar werden künftig im Bundes­mittel rund 22,5Millionen Liter zusätz­lich zur jährli­chen Grund­was­ser­neu­bil­dung beitragen – im Vergleich zu den früheren Nadel­wald­flä­chen ein deutli­cher Gewinn für den grünen Wasser­kreis­lauf und die Trink­was­ser­ver­sor­gung.

 

An den diesjäh­rigen Pflanz­ak­tionen von Trinkwasserwald e. V. betei­ligten sich 682 Erwach­sene und 106 Kinder, die gleich­zeitig an umwelt­päd­ago­gi­schen Angeboten teilnahmen. Sie erfuhren, warum ihr Engage­ment so wichtig ist – Wälder sind entschei­dend für Biodi­ver­sität, Humus­aufbau, Kohlen­stoff­bin­dung und die Safeguar­ding drinking water resources.

 

Quote

„We live in a time in which armed conflicts and economic uncer­tain­ties are pushing many issues into the background – unfort­u­na­tely often environ­mental protec­tion too,“ says Kirsten vom Heu, Chair of Trinkwasserwald e. V. „All the more impres­sive is how many compa­nies and people continue to show solida­rity with our forest in need. This commit­ment gives us courage. Nature-oriented forest conver­sion is not a luxury project, but an invest­ment in our shared future, because our lives are insepa­rably depen­dent on sustainable forest ecosys­tems – on their biodi­ver­sity, clean water and their sustainable timber.“

 

About Trinkwasserwald e.V.

Since 1995, Trinkwasserwald e.V. has been active throug­hout Germany for nature-oriented forest conver­sion, in order to safeguard forests, drinking water and biodi­ver­sity in the long term. With thousands of volun­teers to date, the associa­tion makes a measurable contri­bu­tion to streng­thening climate-tolerant deciduous mixed forests and to raising aware­ness in society of the importance of healthy ecosys­tems.

 

                                                                                                                                                                 

Sources

1 https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/forstwirtschaft#undefined

2 Recent 2025 Nature publi­ca­tion on the weake­ning carbon sinks of EU forests, led by an inter­na­tional team inclu­ding Markus Reich­stein (Max Planck Insti­tute for Biogeo­che­mistry, Jena), https://www.bgc-jena.mpg.de/pm-klimaschuetzende-kohlenstoffsenken-der-eu-waelder-werden-schwaecher

3 https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/satellitendaten-fuer-deutsche-waelder-in-not

 

 

Press contact:

Trinkwasserwald e. V.

Kirsten vom Heu, Chair

info@trinkwasserwald.de

0 40 386 66 430

Lange Straße 22, 20359 Hamburg

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