Die Wälder der Erde enthalten etwa ebenso viel Kohlenstoff (C) wie die Atmosphäre (ca. 700 Mrd. t) und stellen damit einen wichtigen Speicher im globalen Kohlenstoffhaushalt dar. Das Gleichgewicht des natürlichen Stoffaustauschs wird aber durch die Freisetzung von jährlich etwa sechs Milliarden Tonnen C – dies entspricht 22 Milliarden Tonnen CO2 (Kohlendioxid) – aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle gestört. Hinzu kommen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen C aus der weltweiten Zerstörung der Wälder. Durch unseren immer noch steigenden Energiebedarf und weltweites Wachstum droht sich dieser Wert noch zu erhöhen!

Das Klima ist bedroht

Dieser rasante Anstieg von Treibhausgas-Emissionen in der Atmosphäre bewirkt den sogenannten Treibhauseffekt. Denn nur etwa drei bis vier Milliarden Tonnen C können durch die bestehende Biomasse gebunden werden, die verbleibenden drei bis vier Milliarden Tonnen C reichern sich in der Atmosphäre an. Dadurch erwärmt sich die Erdatmosphäre – mit Konsequenzen für den gesamten Naturhaushalt. Die Nachrichten über eine Anhäufung schwerster Überflutungen, flächendeckender Waldbrände, Dürren und das zunehmende Abschmelzen der Polkappen machen spätestens jetzt die globalen Auswirkungen einer schon weit vorangeschrittenen klimatischen Veränderung deutlich!

CO2vermeiden, verringern, kompensieren*

Was kann jeder Einzelnen tun?

  • Möglichst viel CO2-Emissionen vermeiden
  • CO2-Emissionen verringern (z. B. Förderung regenerativer Energieträger wie Solarenergie)
  • Alle (noch) nicht vermiedenen CO2-Emissionen kompensieren durch die Pflanzung neuer Wälder

Jeder sollte alles versuchen, CO2 gar nicht erst entstehen zu lassen. Manche Emissionen lassen sich aber nicht vermeiden. Um diese Emissionen auszugleichen, ist es möglich Trinkwasserwald®-Pflanzaktionen zu unterstützen, die helfen, CO2 langfristig der Atmosphäre zu entziehen. Denn Wälder sind nicht nur wichtige naturnahe Lebensräume, sie tragen auch wesentlich zur Stabilisierung des Weltklimas bei: Durch gezielte Neuaufforstungen können so genannte Klimaschutzwälder entstehen, die weiteres CO2 aufnehmen können. Ein Hektar Wald in Deutschland ist beispielsweise in der Lage, in 60 Jahren jährlich etwa zehn Tonnen CO2 aufzunehmen.

Jedes Unternehmen, jede öffentliche und private Organisation, jeder Veranstalter kann durch die Aufforstung von bisher unbewaldeten Flächen zu einem CO2-Entzug aus der Atmosphäre beitragen und somit nachhaltig der Erderwärmung entgegenwirken.

*CO2-Kompensation: Kompensieren bedeutet „ausgleichen bzw. „ersetzen“ – nicht neutralisieren! Der Grundgedanke der CO2-Kompensation ist es, den Ausstoß einer bestimmten Menge an Treibhausgasemissionen, der an einem Ort der Welt nicht vermieden wird, an einem anderen Ort der Welt durch Klimaschutz- oder so genannte Senkenprojekte zu verhindern bzw. zu kompensieren. Diese Projekte sollen der Atmosphäre dauerhaft Treibhausgase entziehen und in so genannten Kohlenstoffsenken (z. B. Bäumen) speichern, beispielsweise durch Aufforstung. Individuen oder Unternehmen, die ihre eigenen Emissionen kompensieren wollen, können diese erfassen und Geld für solche Projekte geben. Weitere Erläuterung der Werte zur CO2-Reduktion gibt es hier. Mehr zu diesem Thema finden Sie auch bei Wikipedia.