Grußwort anlässlich der Blätterwälder-Pflanzaktionen 2014:

„So hatte er sich in die Einsamkeit zurückgezogen, wo er Gefallen daran fand, beschaulich zu leben mit seinen Schafen und seinem Hund. Er hatte sich überlegt, dass diese Gegend absterben werde aus Mangel an Bäumen. Er setzte hinzu: Da er doch nichts Wichtiges zu tun habe, sei es sein Plan, hier Abhilfe zu schaffen.

Diese Worte stammen aus dem kleinen Buch von Jean Giono, in dem er von seiner Begegnung mit „Dem Mann der Bäume pflanzte“ berichtet. Dieser Mann, Elzeard Bouffier, war ein Schäfer in den französischen Kalkalpen, der  – alleine und ohne andere Gründe als die, die das Zitat hergibt – zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts im Laufe einiger Jahrzehnte ganze Landstriche wieder bewaldet hat. Wo die Ausbeutungswut der Menschen nur Wüsten und Heide hinterlassen hatte, hat er mit den Bäumen Hoffnung gesät, die Wasserversorgung wieder in Gang gebracht und die Wiederbevölkerung ausgestorbener Dörfer ermöglicht.

Eine ganz ähnliche Geschichte hat die Lüneburger Heide. Wo nach der Waldvernichtung einst Wanderdünen das kärgliche Auskommen armer Bauern und Schäfer bedrohten, haben unsere Vorfahren mit viel Einsatz eine der waldreichsten Gegenden Niedersachsens geschaffen. Auch hier sorgt jetzt der Wald dafür, dass der Boden nicht erodiert und das knappe Regenwasser nicht sofort wieder verdunstet, sondern zu einem guten Anteil der Schaffung sauberer Grundwasservorräte zugute kommt. Nebenbei produziert der Wald saubere Luft, stabilisiert das regionale Klima, bietet Raum für die Erholung der Menschen, dient einer vielfältigen Tierwelt als Heimstätte und produziert ganz nebenbei auch noch Holz.

Ein gutes Beispiel dafür ist auch die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Kenianerin Wangari Maathai, die mit dem Green Belt Movement Großartiges geleistet hat. Sie hat für ganz praktische Veränderungen gesorgt: in Folge ihrer Kampagnen sind in Afrika seit 1977 über 75 Millionen Bäume gepflanzt worden.

Der Produktionsaspekt war für lange Zeit die Haupttriebfeder für die Schaffung und Pflege von Wäldern. Inzwischen ist aber die Bedeutung der anderen Aspekte im Bewusstsein der Menschen gewachsen. Auch in Niedersachsen macht sich ein breiter Konsens über diese Ziele des Waldbaus bemerkbar, in etlichen Details will er aber auch noch „ausgehandelt“ werden. Daran arbeiten wir. Die Initiative „Blätterwälder…. gemeinsam pflanzen“ ist uns dabei ein wichtiger Partner, bindet sie doch breite Schichten der Bevölkerung aktiv in die Waldentwicklung ein und  „pflanzt“ so über das praktische Tun eine tiefer gehende Identifikation mit Wald und Natur.

Wie der Wald, so hat auch die Initiative „Blätterwälder“ eine beeindruckende Entwicklung vorzuweisen: aus dem Pflanzen einzelner Bäume sind mittlerweile regelrechte Aufforstungsaktionen geworden. Viele Unterstützer und Sponsoren, Vereine und Verbände, vor allem aber freiwillige Baumpflanzer konnten zum Mitmachen gewonnen werden.

Als Schirmherr dieser Aktion sage ich allen, die sich dabei haupt- und ehrenamtlich engagieren, ein herzliches Dankeschön und wünsche Ihnen viel Erfolg auch bei den diesjährigen Pflanzaktionen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, nicht zuletzt dafür, dass bei uns sauberes Wasser nicht zum unerschwinglichen Luxusgut wird.“

Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, übernahm 2013 die Schirmherrschaft für „Blätterwälder®…gemeinsam pflanzen!“ in Niedersachsen.

Pflanzfeste

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