{"id":3413,"date":"2026-09-14T13:10:34","date_gmt":"2026-09-14T11:10:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trinkwasserwald.de\/?p=3413"},"modified":"2026-10-27T09:33:24","modified_gmt":"2026-10-27T08:33:24","slug":"weiterfuehrende-informationen-wald-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trinkwasserwald.de\/en\/weiterfuehrende-informationen-wald-wasser\/","title":{"rendered":"Forest, water and more \u2026 \u2013 further infor\u00adma\u00adtion"},"content":{"rendered":"<h2>Artenvielfalt<\/h2>\n<ul>\n<li>Ampoorter, E. et al. (2020): Tree diversity is key for promoting the diversity and abundance of forest-associated taxa in Europe. Oikos 129(2): 133\u2013146. <a href=\"https:\/\/lirias.kuleuven.be\/retrieve\/86e3e71e-680e-4175-b0b3-694c3a90db74\">https:\/\/lirias.kuleuven.be\/retrieve\/86e3e71e-680e-4175-b0b3-694c3a90db74<\/a> Europaweite Multi-Standort-Studie: Baumartenvielfalt f\u00f6rdert systematisch die Vielfalt und H\u00e4ufigkeit assoziierter Artengruppen (V\u00f6gel, Insekten, Bodenorganismen u. a.) gegen\u00fcber artenarmen Best\u00e4nden. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Wirth, C., Bruelheide, H., Farwig, N., Marx, J. M. &amp; Settele, J. (Hrsg.) (2024). Faktencheck Artenvielfalt: Bestandsaufnahme und Perspektiven f\u00fcr den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland. oekom Verlag, M\u00fcnchen. <a href=\"https:\/\/literatur.thuenen.de\/digbib_extern\/dn068840.pdf\">https:\/\/literatur.thuenen.de\/digbib_extern\/dn068840.pdf<\/a> Das Werk beschreibt, wie urspr\u00fcngliche Laub- und Laubmischw\u00e4lder mit gut zersetzten Mull-\/Moderauflagen gro\u00dffl\u00e4chig in Nadelholzw\u00e4lder mit m\u00e4chtigen Rohhumusauflagen \u00fcberf\u00fchrt wurden \u2013 mit der Folge geringerer Bodentier-Abundanz und -Vielfalt (unter Verweis auf Korboulewsky, Perez &amp; Chauvat 2016; Vanbergen et al. 2007) sowie N\u00e4hrstoffverschiebungen und Bodenversauerung. Die Beimischung von Laubb\u00e4umen in Nadelbaummonokulturen zeigt die st\u00e4rksten positiven Effekte auf die Diversit\u00e4t von Bodentieren, Pilzen und Bakterien. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Grundwasserneubildung, Wasserqualit\u00e4t, Erosions- &amp; Hochwasserschutz<\/h2>\n<ul>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN), H\u00f6ltermann, A. &amp; Jessel, B. (Red.) (2020): W\u00e4lder im Klimawandel: Steigerung von Anpassungsf\u00e4higkeit und Resilienz durch mehr Vielfalt und Heterogenit\u00e4t. Positionspapier des BfN, Bonn, 2. korr. Version, April 2020, Kap. 2.3.1 \u201eWasserhaushalt und Wasserr\u00fcckhalt verbessern\u201c, S. 12. <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/positionspapier\/waelder-im-klimawandel-mehr-anpassungsfaehigkeit-durch-mehr-vielfalt\">https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/positionspapier\/waelder-im-klimawandel-mehr-anpassungsfaehigkeit-durch-mehr-vielfalt<\/a> Das BfN weist dem Wasserhaushalt eine Schl\u00fcsselfunktion bei der Anpassung der W\u00e4lder an zunehmende Trocken- und Hitzeereignisse zu. G\u00fcnstig wirke vor allem der Anbau von Laubw\u00e4ldern, \u201edie in der Regel eine h\u00f6here Tiefensickerung und Grundwasserneubildung aufweisen als Nadelw\u00e4lder (Ellison et al. 2017; Lasch et al. 2012)\u201c. Als weitere positive Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Wasserhaushalt nennt das Papier u. a. mehr Totholz, den Erhalt alter W\u00e4lder, bodenschonende Forsttechnik, das Schlie\u00dfen von Drainagegr\u00e4ben und die Wiedervern\u00e4ssung von Waldmooren. Stand: Inhalt gepr\u00fcft am 13.10.2026 (PDF liegt vor).<\/li>\n<li>Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Waldbericht der Bundesregierung 2021, <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/document\/download\/82180a8cd55540f4ec20e9cef4a423cd.pdf\/Waldbericht2021.pdf\">https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/document\/download\/82180a8cd55540f4ec20e9cef4a423cd.pdf\/Waldbericht2021.pdf<\/a> (S. 23): Zeigt die immense Bedeutung des Waldes f\u00fcr die Trinkwassergewinnung. \u00dcber 40 % der Fl\u00e4che aller Wasserschutzgebiete liegen im Wald. Die Wasserqualit\u00e4t ist besonders gut und unterschreitet an fast allen Standorten die Nitrat-Grenzwerte die f\u00fcr Trinkwasser gelten. Der Anteil der Waldfl\u00e4che in Deutschland liegt bei 32 %. Damit hat der Wald eine sehr wichtige Bedeutung f\u00fcr die Grundwasserqualit\u00e4t. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 31.08.2026.<\/li>\n<li>Deutscher, Podlipn\u00fd, \u010cech &amp; Kupec (2025) \u2013 Different behavior of pair spruce micro-watersheds in low and high uplands in two hydrologically contrasting yearsZitation: Deutscher, J., Podlipn\u00fd, J., \u010cech, P. &amp; Kupec, P. (2025). Rozd\u00edln\u00e9 chov\u00e1n\u00ed p\u00e1rov\u00fdch smrkov\u00fdch pahorkatinn\u00fdch mikropovod\u00ed ve dvou hydrologicky odli\u0161n\u00fdch letech [Different behavior of pair spruce micro-watersheds in low and high uplands in two hydrologically contrasting years]. Zpr\u00e1vy lesnick\u00e9ho v\u00fdzkumu (ZLV), 70(4), 205\u2013215. Mendelova univerzita v Brn\u011b. <a href=\"https:\/\/www.vulhm.cz\/files\/uploads\/2026\/03\/774b.pdf\">https:\/\/www.vulhm.cz\/files\/uploads\/2026\/03\/774b.pdf<\/a> und Zusammenfassung unter <a href=\"https:\/\/www.vulhm.cz\/en\/deciduous-forests-in-the-hills-are-more-effective-at-mitigating-floods-than-coniferous-forests\/\">https:\/\/www.vulhm.cz\/en\/deciduous-forests-in-the-hills-are-more-effective-at-mitigating-floods-than-coniferous-forests\/<\/a> Die Studie vergleicht zwei fichtendominierte Kleineinzugsgebiete in unterschiedlicher H\u00f6henlage (Ra\u010d\u00edn, hochgelegen, Fichte nahe ihrem \u00f6kologischen Optimum; K\u0159tiny, tiefer gelegen, Fichte au\u00dferhalb ihres Optimums) \u00fcber zwei hydrologisch unterschiedliche Jahre (2023 normal, 2024 Hochwasserjahr). Erg\u00e4nzend fasst sie umfangreiche tschechische\/mitteleurop\u00e4ische Vorg\u00e4ngerliteratur zusammen: Hemr et al. (2023), bei Starkregenereignissen d\u00e4mpfen buchendominierte Einzugsgebiete die Hochwasserspitze doppelt so wirksam, gemischte Einzugsgebiete 1,5\u2011mal so wirksam wie fichtendominierte. Kantor et al. (2003) \/ \u0160vihla et al. (2012): Buchenbest\u00e4nde zeigen wegen geringerer Interzeption einen h\u00f6heren Jahresabfluss als Fichtenbest\u00e4nde (z. B. +25,8 mm effektiver Bestandsniederschlag bei Buche gegen\u00fcber Fichte im Orlick\u00e9-hory-Gebirge). Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Gutsch, M., Lasch, P., Suckow, F., Reyer, C. (2011): Waldumbau in Brandenburg: Grundwasserneubildung unter Klimawandel. Poster, Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK), Forschungsbereich II Klimawirkung &amp; Vulnerabilit\u00e4t, Gro\u00dfr\u00e4schen 2011. <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\/4c\/web_4c\/publications\/poster_grossraeschen_2011.pdf\">https:\/\/www.pik-potsdam.de\/4c\/web_4c\/publications\/poster_grossraeschen_2011.pdf<\/a> Modellstudie mit dem Waldwachstumsmodell 4C an 800 Waldstandorten in Brandenburg (Reinbest\u00e4nde, Alter 55 Jahre) f\u00fcr Kiefer, Douglasie, Buche und Eiche. Unter heutigem Klima (1977\u20132006) betr\u00e4gt die j\u00e4hrliche Versickerung \u2013 das Ma\u00df f\u00fcr die Grundwasserneubildung \u2013 unter Kiefer 195 mm und unter Douglasie 160 mm, unter Buche dagegen 240 mm und unter Eiche 284 mm. Hauptursache sind die geringeren Interzeptionsverluste der Laubb\u00e4ume im Winter. Dieser Vorteil bleibt in allen Klimaszenarien bis 2060 erhalten: Im +3-K-Szenario sinkt die Versickerung unter Kiefer um rund 60 % (auf 79 mm), unter Buche nur um rund 40 % (auf 142 mm). Fazit der Autoren: Der Umbau von Nadelbaum- zu geeigneten Laubbaumbest\u00e4nden ist eine zweckvolle Anpassungsma\u00dfnahme an den Klimawandel, die die Beeintr\u00e4chtigungen des Landschaftswasserhaushalts verringert. Stand: Inhalt gepr\u00fcft am 13.10.2026 (PDF liegt vor).<\/li>\n<li>Harsch, N., Brandenburg, M., Klemm, O. (2009): Large-scale lysimeter site St. Arnold, Germany: analysis of 40 years of precipitation, leachate and evapotranspiration. Hydrology and Earth System Sciences 13: 305\u2013317. <a href=\"https:\/\/hess.copernicus.org\/articles\/13\/305\/2009\/\">https:\/\/hess.copernicus.org\/articles\/13\/305\/2009\/<\/a>Auswertung von \u00fcber 40 Jahren Messdaten (1965\u20132007) der Gro\u00dflysimeteranlage St. Arnold (M\u00fcnsterland, NRW) mit je einem Gr\u00fcnland-, Eichen-\/Buchen- und Kiefernlysimeter (Weymouthskiefer) von 20 \u00d7 20 m Fl\u00e4che und 3,5 m Tiefe. Unter dem Laubwald versickern im Mittel 37 % des Niederschlags (295 mm\/a), unter dem Nadelwald nur 26 % (217 mm\/a); der Nadelwald verdunstet mit 65 % den h\u00f6chsten Anteil. Grund: Die immergr\u00fcnen Nadeln fangen ganzj\u00e4hrig Niederschlag ab (Blattfl\u00e4chenindex 8\u201313 gegen\u00fcber 1\u20133 beim Laubwald), w\u00e4hrend der Laubwald im Winter kaum verdunstet und dann fast die gesamte Sickerwassermenge liefert. Einschr\u00e4nkung: Die Autoren betonen, dass die Werte f\u00fcr die jungen Best\u00e4nde dieses Standorts (15\u201330 Jahre) gelten und nicht ohne Weiteres auf mitteleurop\u00e4ische W\u00e4lder \u00fcbertragbar sind. Stand: Inhalt gepr\u00fcft am 13.10.2026 (PDF liegt vor).<\/li>\n<li>M\u00fcller, J., 2005: 30 Jahre forsthydrologische Forschung auf der Gro\u00dflysimeteranlage in Britz \u2013 Zielstellung und Ergebnisse. In: Bericht \u00fcber die 11. Gumpensteiner Lysimetertagung, \u201eLysimetrie im Netzwerk der Dynamik von \u00d6kosystemen\u201c am 5. und 6. April 2005, H\u00f6here Bundeslehr- und Forschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft, Irdning. Raumberg-Gumpenstein: 29\u201332. Zusammenfassung unter https:\/\/www.afsv.de\/images\/download\/literatur\/waldoekologie-online\/waldoekologie-online_heft-12\u20135.pdf: Beschreibt die Ergebnisse der Lysimeter-Station in Britz auf der Nadelwaldmonokulturen und Laubw\u00e4lder hinsichtlich ihres Einflusses auf den Landschaftswasserhaushalt untersucht und verglichen werden. Laubw\u00e4lder zeigen hier eine deutlich bessere Tiefenversickerung, welche zu einer h\u00f6heren Grundwasserneubildung f\u00fchrt. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Natkhin, M., Sanders, T., Holzhausen, M. (2022): Der Einfluss von Wald und Witterung auf die Tiefenversickerung. Th\u00fcnen-Institut, Lysimeterdaten seit 1972 (Versuchsfl\u00e4che Britz bei Eberswalde). <a href=\"https:\/\/literatur.thuenen.de\/digbib_extern\/dn064527.pdf\">https:\/\/literatur.thuenen.de\/digbib_extern\/dn064527.pdf<\/a> Direkter, quantifizierter Vergleich: \u201cIm langj\u00e4hrigen Mittel ist die Tiefenversickerung unter Buchen gr\u00f6\u00dfer als unter Kiefern\u201d, Kiefernbest\u00e4nde zeigen kaum messbare Tiefenversickerung. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Natkhin, M., Strer, M., Sanders, T. G. M., Schad, T., Schw\u00e4rzel, K. (2026): Impact of extreme precipitation events on summer deep seepage below temperate forests in the Northeastern Germany lowlands. Annals of Forest Science 83: 5. <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1186\/s13595-025-01318-2\">https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1186\/s13595-025-01318-2<\/a> Begutachtete Folgestudie zu Natkhin et al. (2022) mit Lysimeterdaten der Intensivmonitoringfl\u00e4che Britz (Th\u00fcnen-Institut; 100\u2011m\u00b2-Gro\u00dflysimeter unter Buche, junger Traubeneiche und Kiefer auf identischem Sandboden). Wasserbilanz 2013\u20132023: Unter Kiefer werden rund 97 % des Niederschlags verdunstet, die Tiefenversickerung bleibt sehr gering; unter Buche gelangen rund 10 %, unter junger Eiche rund ein Drittel des Jahresniederschlags in die Tiefenversickerung und damit zur Grundwasserneubildung. Die Autoren folgern, dass Baumartenwahl und Bestandesstruktur die Grundwasserneubildung beeinflussen und Waldbewirtschaftung substanziell zur Grundwasserneubildung und gegen Wasserknappheit beitragen kann. Die Fl\u00e4che gilt als typisch f\u00fcr rund zwei Drittel der Waldstandorte Brandenburgs (Einschr\u00e4nkung: keine Wiederholungsfl\u00e4chen). Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.10.2026.<\/li>\n<li>Schume, H., Jost, G., Hager, H. (2004): Soil water depletion and recharge patterns in mixed and pure forest stands of European beech and Norway spruce. Journal of Hydrology 289: 258\u2013274. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jhydrol.2003.11.036\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jhydrol.2003.11.036<\/a> Feldstudie der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien (BOKU) in \u00d6sterreich (reine und gemischte Buchen-Fichten-Best\u00e4nde): Sie vergleicht direkt, wie sich Wasserentzug und \u2011wiederauff\u00fcllung im Boden unter Buche, Fichte und deren Mischung unterscheiden \u2013 eine der wenigen Studien, die Wasserhaushalt so konkret art- und mischungsspezifisch f\u00fcr Mitteleuropa quantifiziert. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Umweltbundesamt, <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/neue-uba-daten-zur-grundwasserneubildung-in\">https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/neue-uba-daten-zur-grundwasserneubildung-in<\/a> Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der UBA-Studie\u201c Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverf\u00fcgbarkeit \u2212 Anpassung an Trockenheit und <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/service\/glossar\/duerre\">D\u00fcrre<\/a> in Deutschland (WADKlim) zusammen: In vielen Regionen Deutschlands wird die Wasserverf\u00fcgbarkeit durch den Klimawandel sinken. Derzeit stammen 70 % des Trinkwassers in Deutschland aus den Grundwasserressourcen. Stand: zuletzt aktualisiert am 27.06.2025.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Humusaufbau \/ Bodenfruchtbarkeit<\/h2>\n<ul>\n<li>Augusto, L., Ranger, J., Binkley, D., Rothe, A. (2002): <i>Impact of several common tree species of European temperate forests on soil fertility<\/i>. Annals of Forest Science 59: 233\u2013253. <u><a href=\"https:\/\/www.afs-journal.org\/articles\/forest\/abs\/2002\/03\/01\/01.html\">https:\/\/www.afs-journal.org\/articles\/forest\/abs\/2002\/03\/01\/01.html<\/a><\/u> Zeigt konkret, dass Fichte (Picea abies) im Vergleich zu vielen Laubbaumarten negative N\u00e4hrstoffbilanzen (z. B. Kalzium, Magnesium) aufweist und zur Bodenversauerung beitr\u00e4gt \u2013 besonders auf n\u00e4hrstoffarmen Standorten mit saurem Eintrag problematisch. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Reich, P.B., Oleksyn, J., Modrzynski, J., Mrozinski, P., Hobbie, S.E., Eissenstat, D.M., Chorover, J., Chadwick, O.A., Hale, C.M., Tjoelker, M.G. (2005): Linking litter calcium, earthworms and soil properties: a common garden test with 14 tree species. Ecology Letters 8: 811\u2013818. <u><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1461-0248.2005.00779.x\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1461-0248.2005.00779.x<\/a><\/u> Common-Garden-Versuch in Polen (14 Baumarten, darunter mehrere Nadel- und Laubb\u00e4ume) direkt am Thema: Der Kalziumgehalt der Laub-\/Nadelstreu bestimmt ma\u00dfgeblich die Regenwurmh\u00e4ufigkeit und dar\u00fcber wichtige Bodeneigenschaften. Kalziumarme, saure Nadelstreu (typisch f\u00fcr Fichte\/Kiefer) unterst\u00fctzt deutlich weniger Bodenleben als kalziumreichere Laubstreu \u2013 ein zentraler Mechanismus, warum Humusaufbau und Bodenbiologie unter Nadelholz oft \u00e4rmer ausfallen. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Klimaresilienz \/ Anpassungsf\u00e4higkeit<\/h2>\n<ul>\n<li>Ammer, C. (2019): <i>Diversity and forest productivity in a changing climate<\/i>. New Phytologist 221: 50\u201366. <u><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/nph.15263\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/nph.15263<\/a>\u00a0<\/u>\u00dcbersichtsarbeit des Freiburger\/G\u00f6ttinger Waldbauwissenschaftlers Christian Ammer: Mischbest\u00e4nde sind gegen\u00fcber Monokulturen (auch reinen Nadelholzbest\u00e4nden) im Klimawandel im Vorteil, weil unterschiedliche Baumarten unterschiedlich auf Trockenheit, Sturm und Sch\u00e4dlinge reagieren und sich Risiken so auf mehrere Arten verteilen. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN), H\u00f6ltermann, A. &amp; Jessel, B. (Red.) (2020): W\u00e4lder im Klimawandel: Steigerung von Anpassungsf\u00e4higkeit und Resilienz durch mehr Vielfalt und Heterogenit\u00e4t. Positionspapier des BfN, Bonn, 2. korr. Version, April 2020. ): <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/positionspapier\/waelder-im-klimawandel-mehr-anpassungsfaehigkeit-durch-mehr-vielfalt\">https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/positionspapier\/waelder-im-klimawandel-mehr-anpassungsfaehigkeit-durch-mehr-vielfalt<\/a> &#8222;Strukturreichen Mischw\u00e4ldern \u2026 wird \u2026 eine h\u00f6here Resilienz und Anpassungsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber klimawandelinduzierten St\u00f6rungen zugeschrieben als Nadelholzreinbest\u00e4nden (Jenssen 2007; Pretzsch et al. 2012; Schelhaas et al. 2003). Laubw\u00e4lder gelten dar\u00fcber hinaus \u2026 als weniger anf\u00e4llig gegen\u00fcber Windw\u00fcrfen als Nadelw\u00e4lder \u2026 Sie leisten einen h\u00f6heren Beitrag zur Grundwasserneubildung \u2026 und reduzieren aufgrund ihres feuchteren Waldinnenklimas die Gefahr von Waldbr\u00e4nden, w\u00e4hrend bei Nadelb\u00e4umen \u2026 mit der Trockenheit die Feuergefahr steigt.&#8220; Das BfN empfiehlt explizit, Nadelh\u00f6lzer k\u00fcnftig &#8222;grunds\u00e4tzlich nicht mehr in Monokultur&#8220; anzubauen. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Marx, A., Blauhut, V., Boeing, F. u.a. (PIK) (2023): <u><a href=\"https:\/\/publications.pik-potsdam.de\/rest\/items\/item_29892_5\/component\/file_29893\/content\">https:\/\/publications.pik-potsdam.de\/rest\/items\/item_29892_5\/component\/file_29893\/content<\/a><\/u> D\u00fcrren und Waldbr\u00e4nde unter Klimawandel. Best\u00e4tigt separat: Kiefernw\u00e4lder mit Streuauflage beg\u00fcnstigen Waldbrandausbreitung, w\u00e4hrend laubholzreiche Mischw\u00e4lder durch geschlosseneres, feuchteres Kronendach das Brandrisiko senken; empfiehlt &#8222;Waldumbau zu vielschichtigen Mischw\u00e4ldern&#8220;. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Kohlenstoffsenke \/ Sch\u00e4dlingsresilienz \/ stabile Holzproduktion<\/h2>\n<ul>\n<li>Kowalski, K., Viana-Soto, A., Brandt, M., Ciais, P., De Keersmaecker, W., Fensholt, R., Pugh, T.A.M., Xu, Y., Senf, C. (2026): Accelerating biomass loss from forest disturbances across Europe. Nature Geoscience, ver\u00f6ffentlicht 5. August 2026. <u><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41561-026-02032-y\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41561-026-02032-y<\/a><\/u> \u2014 Erstautorin an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (School of Life Sciences, Earth Observation for Ecosystem Management, Freising). Die Studie best\u00e4tigt konkret und quantifiziert, dass hochbiomassige Fichtenbest\u00e4nde (der klassische Nadelwald-Wirtschaftswald Mitteleuropas) das mit Abstand gr\u00f6\u00dfte, sich beschleunigende Verlustrisiko durch Borkenk\u00e4fer tragen \u2013 ein zentrales Argument f\u00fcr den Waldumbau weg von Fichten-Monokulturen. F\u00fcr Kohlenstoffsenke\/stabile Holzproduktion ist die Studie ebenfalls hoch relevant, da sie zeigt, dass genau die Best\u00e4nde mit dem gr\u00f6\u00dften (bisher als Klimaschutzleistung gewerteten) Biomassevorrat nun zum gr\u00f6\u00dften Verlustrisiko werden \u2013 was die Verl\u00e4sslichkeit von Nadelholz-Reinbest\u00e4nden als stabile Kohlenstoffsenke infrage stellt. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Liang, J. et al. (2016): <i>Positive biodiversity-productivity relationship predominant in global forests<\/i>. Science 354(6309): aaf8957. <u><a href=\"https:\/\/eprints.whiterose.ac.uk\/114846\/14\/LiangEtAl2016_biodiversityVsProductivityGlobalForests_Science_pre_proof.pdf\">https:\/\/eprints.whiterose.ac.uk\/114846\/14\/LiangEtAl2016_biodiversityVsProductivityGlobalForests_Science_pre_proof.pdf<\/a><\/u> Gro\u00dfe globale Meta-Studie (fast 1 Million Waldfl\u00e4chen): H\u00f6here Baumartenvielfalt korreliert weltweit mit h\u00f6herer und stabilerer Holzproduktivit\u00e4t \u2013 ein Hauptargument f\u00fcr Mischw\u00e4lder gegen\u00fcber Monokulturen bei Kohlenstoffbindung und Ertrag. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Migliavacca, M., Grassi, G., Bastos, A. u.a. (2025): Securing the forest carbon sink for the European Union&#8217;s climate ambition. Nature 643. <u><a href=\"https:\/\/publications.jrc.ec.europa.eu\/repository\/handle\/JRC139211\">https:\/\/publications.jrc.ec.europa.eu\/repository\/handle\/JRC139211<\/a><\/u> Der Artikel vergleicht nicht direkt Laubmischwald vs. Nadelwaldmonokultur, sondern zeigt allgemein die abnehmende Kohlenstoffsenkenleistung der EU-W\u00e4lder und zitiert, dass Baumartenvielfalt die St\u00f6rungsresistenz von Best\u00e4nden erh\u00f6ht (&#8222;tree diversity drives forest stand resistance to natural disturbances&#8220;). Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Pretzsch, H., Block, J., Dieler, J. et al. (2010): <i>Comparison between the productivity of pure and mixed stands of Norway spruce and European beech along an ecological gradient<\/i>. Annals of Forest Science 67: 712. <u><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1051\/forest\/2010037\">https:\/\/doi.org\/10.1051\/forest\/2010037<\/a><\/u> Auswertung von 23 Langzeitfl\u00e4chen: Mischbest\u00e4nde aus Fichte und Buche \u00fcbertreffen auf n\u00e4hrstoffarmen Standorten die jeweiligen Reinbest\u00e4nde im Zuwachs deutlich (bis zu +138 %) \u2013 konkreter Beleg f\u00fcr stabilere Holzproduktion in Mischung statt Nadelholz-Monokultur. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>K\u00fchlungseffekte<\/h2>\n<ul>\n<li>Arx, G., Graf Pannatier, E., Thimonier, A., Rebetez, M. (2013): Microclimate in forests with varying leaf area index and soil moisture: potential implications for seedling establishment in a changing climate. Journal of Ecology 101(5): 1201\u20131213. <u><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/pdfdirect\/10.1111\/1365-2745.12121\">https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/pdfdirect\/10.1111\/1365-2745.12121<\/a><\/u>\u00a0Studie der Schweizer Forschungsanstalt WSL an Schweizer Waldstandorten (also Westeuropa), die das Mikroklima in W\u00e4ldern mit unterschiedlichem Blattfl\u00e4chenindex (LAI) und unterschiedlicher Bodenfeuchte untersucht. Da Nadelw\u00e4lder ganzj\u00e4hrig einen hohen, geschlossenen Blattfl\u00e4chenindex haben, w\u00e4hrend Laubmischw\u00e4lder saisonal variieren (im Winter viel lichter), liefert die Studie eine direkte Grundlage f\u00fcr Unterschiede im K\u00fchlungs- und Feuchtigkeitseffekt zwischen den Waldtypen \u2013 relevant f\u00fcr die Frage, wie gut junge B\u00e4ume und Bodenvegetation unter dem jeweiligen Kronendach vor Hitzestress gesch\u00fctzt sind. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Schwaab, J., Davin, E. L., Bebi, P. et al. (2020). Scientific Reports, 10, Art. 14153. <u><a href=\"https:\/\/usys.ethz.ch\/en\/news-events\/news\/archive\/2020\/08\/lokaler-kuehlungseffekt-durch-laubbaeume-in-europa.html\">https:\/\/usys.ethz.ch\/en\/news-events\/news\/archive\/2020\/08\/lokaler-kuehlungseffekt-durch-laubbaeume-in-europa.html#:~:text=broad%2Dleaved%20trees,forests<\/a><\/u>. Satellitendatenbasierte Analyse europ\u00e4ischer W\u00e4lder. Kernbefund: Die Landoberfl\u00e4chentemperatur von Laubw\u00e4ldern liegt je nach Region 0,5\u20131,8 \u00b0C niedriger als bei Nadelw\u00e4ldern. Zwei Hauptmechanismen: (1) h\u00f6here Albedo von Laubb\u00e4umen (mehr Sonnenlicht-Reflexion statt Umwandlung in W\u00e4rme), (2) st\u00e4rkere Evapotranspiration w\u00e4hrend der Vegetationsperiode (mehr Verdunstungsk\u00fchlung). Die Autor:innen leiten daraus ab, dass eine Erh\u00f6hung des Laubbaumanteils \u2013 insbesondere in Fichtenmonokulturen \u2013 lokale Temperaturextreme im Klimawandel abmildern k\u00f6nnte, weisen aber darauf hin, dass Waldumbau-Entscheidungen auch Biodiversit\u00e4t und Schutz vor Naturgefahren mitber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Thater, N., Natkhin, M. Holzhausen, M. Spaethelf (2024): Die temperaturausgleichende Wirkung von Waldbest\u00e4nden am Beispiel der Intensivmonitoringfl\u00e4che Britz. Project brief. Th\u00fcnen-Institut f\u00fcr Wald\u00f6kosysteme. <a href=\"https:\/\/britz.thuenen.de\/fileadmin\/britz\/PB_Britz_tiefenversickerung.pdf\">https:\/\/britz.thuenen.de\/fileadmin\/britz\/PB_Britz_tiefenversickerung.pdf<\/a> Zusammenfassung: Im Vergleich zu Kiefernwald haben Buchenbest\u00e4nde eine gr\u00f6\u00dfere K\u00fchlungswirkung auf. Dieser Effekt ist an hei\u00dfen Tagen besonders stark. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Yao, Y., Sieber, P., Hauser, M., Schwaab, J. et al. (2025). Nature Communications, 16. <u><a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-025-64580-y\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-025-64580-y#:~:text=Converting%20all%20existing,large%20part%20of%20Europe<\/a><\/u>. Modellierungsstudie (Nachfolgearbeit mit teils denselben Autor:innen wie Schwaab 2020), die simuliert, was eine gro\u00dffl\u00e4chige Umwandlung von Nadel- zu Laubwald f\u00fcr das europ\u00e4ische Sommerklima bedeuten w\u00fcrde. Ergebnis: Eine Umwandlung w\u00fcrde die mittlere Julih\u00f6chsttemperatur in Kontinentaleuropa um 0,6 \u00b0C senken, in Nordeuropa um bis zu 1,0 \u00b0C \u2013 ein Effekt in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von Entwaldung, aber unter Erhalt der Kohlenstoffspeicherfunktion des Waldes. Mechanismus: h\u00f6here Verdunstung von Laubb\u00e4umen erh\u00f6ht den latenten W\u00e4rmestrom und senkt den f\u00fchlbaren W\u00e4rmestrom. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Sch\u00e4dlings-\/St\u00f6rungsresistenz (Teilaspekt der Klimaresilienz)<\/h2>\n<ul>\n<li>BMUKN, FAQ zu Waldsch\u00e4den 2018\u20132022 (2024): <u><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/faq\/zu-welchen-waldschaeden-haben-die-extremen-trocken-und-hitzeperioden-zwischen-2018-und-2022-gefuehrt\">https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/faq\/zu-welchen-waldschaeden-haben-die-extremen-trocken-und-hitzeperioden-zwischen-2018-und-2022-gefuehr<\/a><\/u><u><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/faq\/zu-welchen-waldschaeden-haben-die-extremen-trocken-und-hitzeperioden-zwischen-2018-und-2022-gefuehrt\">t<\/a><\/u> Offizielle Ministeriumsquelle mit konkreten Zahlen: 233 Mio. m\u00b3 gesch\u00e4digtes Nadelholz gegen\u00fcber nur 22 Mio. m\u00b3 Laubholz im selben Zeitraum; Fichte als besonders anf\u00e4llig wegen Flachwurzelsystems benannt. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Jactel, H. &amp; Brockerhoff, E.G. (2007): <i>Tree diversity reduces herbivory by forest insects<\/i>. Ecology Letters 10: 835\u2013848. <u><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1461-0248.2007.01073.x\">https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1461-0248.2007.01073.x<\/a><\/u><br \/>\nMetaanalyse \u00fcber zahlreiche Studien: Baumartenmischung reduziert den Befall durch spezialisierte Schadinsekten (z. B. borkenk\u00e4ferartige Sch\u00e4dlinge) deutlich gegen\u00fcber Monokulturen \u2013 ein zentrales Argument gegen reine Fichten- oder Kiefernbest\u00e4nde. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Jactel, H., Pluchard, E., Schill\u00e9, L. u.a. (2025): Experimental evidence of reduced Ips typographus damage in mixed spruce plantations. Journal of Pest Science <u><a href=\"https:\/\/www.researchsquare.com\/article\/rs-6370382\/v1\">https:\/\/www.researchsquare.com\/article\/rs-6370382\/v1<\/a><\/u> Sehr starker, experimenteller Beleg mit Zahlen: In Fichten-Reinbest\u00e4nden starben 29,2 % der B\u00e4ume durch Borkenk\u00e4ferbefall, in Mischbest\u00e4nden nur 2,6 %. Mechanismen: &#8222;Ressourcenverd\u00fcnnung&#8220; (K\u00e4fer finden schwerer Wirtsb\u00e4ume) und &#8222;reduzierte Apparenz&#8220; (Nachbarb\u00e4ume verdecken Fichten optisch\/chemisch). Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<li>Hochschule f\u00fcr nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) &amp; Th\u00fcnen-Institut f\u00fcr Wald\u00f6kosysteme (TI-WO) (2024): Schlussbericht zum Vorhaben WINMOL \u2013 Erfassung und Vorhersagem\u00f6glichkeiten von Sturmsch\u00e4den im Forst (F\u00f6rderkennzeichen 2220NR024A\/B; Laufzeit 01.07.2020\u201331.12.2023; gef\u00f6rdert durch BMEL\/FNR). Projektseite: <a href=\"https:\/\/winmol.thuenen.de\/\">https:\/\/winmol.thuenen.de\/<\/a> (S. 14\u201315): Verschiedene Studien zeigten, \u201edass Nadelbaumarten, insbesondere Fichte, Kiefer und Douglasie, im Vergleich zu Laubbaumarten anf\u00e4lliger f\u00fcr Sturmsch\u00e4den sind\u201c. Als h\u00e4ufig genannten Grund f\u00fchrt der Bericht an, dass Nadelb\u00e4ume auch im Winter benadelt sind, wenn die meisten starken St\u00fcrme auftreten. Die Laubb\u00e4ume haben dann ihre Bl\u00e4tter verloren und bieten dem Wind weniger Fl\u00e4che. Der Bericht verweist dazu u. a. auf Albrecht et al. 2012, Jung et al. 2016, Peltola et al. 1999, Pukkala et al. 2016 und Seidl et al. 2011. Einschr\u00e4nkung: Die Szenarioanalyse des Berichts betrachtet nur gleichaltrige Reinbest\u00e4nde; Mischbest\u00e4nde wurden nicht untersucht, und ein direkter Artenvergleich sei ohne Kenntnis des Standorts \u201ekaum m\u00f6glich\u201c (S. 33\u201334). Unbewirtschaftete Buchen- und Eichenbest\u00e4nde waren im Modell anf\u00e4lliger als unbewirtschaftete Fichten- und Douglasienbest\u00e4nde (S. 34). Stand: Inhalt gepr\u00fcft am 14.10.2026 (PDF liegt vor).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wasserverbrauch in Deutschland<\/h2>\n<ul>\n<li>Umweltbundesamt (UBA)\u201eWassernutzung privater Haushalte\u201c: <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/private-haushalte-konsum\/wohnen\/wassernutzung-privater-haushalte\">https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/private-haushalte-konsum\/wohnen\/wassernutzung-privater-haushalte#direkte-und-indirekte-wassernutzung<\/a> Stand: zuletzt aktualisiert am 10.09.2024 Zusammenfassung: Der direkte Trinkwasserverbrauch lag 2022 bei durchschnittlich 126 Litern pro Person und Tag (K\u00f6rperpflege 36 %, Toilettensp\u00fclung 27 %, W\u00e4schewaschen 12 %, Reinigung 6 %, Essen\/Trinken 4 %, Kleingewerbe 9 %). Historisch: 144 l (1991) \u2192 123 l (2016) \u2192 128 l (2019) \u2192 126 l (2022). Deutlich gr\u00f6\u00dfer ist der indirekte bzw. &#8222;virtuelle&#8220; Wasserverbrauch f\u00fcr die Herstellung von Nahrungsmitteln, Kleidung und Konsumg\u00fctern (v. a. landwirtschaftliche Bew\u00e4sserung): Direkter und indirekter Verbrauch zusammen liegen bei rund 7.200 Litern pro Person und Tag. Stand: zuletzt gepr\u00fcft am 14.09.2026.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zusammengefasste Vorteile von Laubmischw\u00e4ldern gegen\u00fcber monostrukturierten Nadelw\u00e4ldern finden Sie <a href=\"https:\/\/www.trinkwasserwald.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Vorteile-von-Laubmischwaeldern-im-Klimawandel.x23860.pdf\"><em><strong>hier<\/strong><\/em><\/a>.<\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artenvielfalt Ampoorter, E. et al. 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