Wiederaufforstungsaktion bei Idstein gestartet

Innerhalb ihrer „Social Days“, dem konzernweiten Programm der Deutschen Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter, pflanzte ein Team der Deutschen Bank im Juli 2015 in Zusammenarbeit mit Trinkwasserwald e. V. 150 Maronen bei Idstein. Die Pflanzung markiert den Start für weitere Aktionen in dem Gebiet, eine ehemalige Fichten-Windwurffläche langfristig in einen dem Klimawandel angepassten Traubeneichenwald umzuwandeln. Matthias Kirchner von Hessen-Forst unterstützte die Umweltakteure zum wiederholten Male vorbildlich mit Rat und Tat und stellte eine passende Waldfläche zur Verfügung. Bereits Ende Juni 2015 wurden in einer weiteren Gemeinschaftsaktion zwischen Trinkwasserwald, Deutsche Bank Mitarbeitern und Hessen-Forst 15 Ansitzstangen für Eulen und Bussarde gebaut und im Revier Zugmantel aufgestellt. Diese sogenannten „Julen“ dienen als Baumersatz , denn in ausgedehnten Ackerfluren herrscht häufig ein Mangel an geeigneten Ansitzwarten.

Stürme und Borkenkäfer haben den etwa zwei Hektar großen Fichtenwald zerstört. Da alle Klimamodelle deutlich wärmere Jahresmitteltemperaturen prognostizieren, soll die gemeinsame Aktion einen Beitrag zum Waldumbau leisten. Denn Fichten haben eine nur geringe Wärmetoleranz und sind im Taunus klare Verlierer des Klimawandels. Aus der ehemaligen Fichtenfläche soll daher ein wärmeresistenter Traubeneichenwald entstehen. Die Pflanzung einer Allee mit Edelkastanien ist der erste Schritt zu einer klimaangepassten Wiederbewaldung dieser Fläche. Maronen oder auch Esskastanien oder Edelkastanien genannt, haben eine noch höhere Wärmetoleranz als Traubeneichen. Die Allee befindet sich im Zentrum und an der Südwestflanke des zukünftigen Traubeneichenwaldes. Sobald die Maronen Früchte tragen, je nach Entwicklung bereits nach 10 bis 15 Jahren, beteiligt sich der Eichelhäher bei seiner Wintervorratsammlung an der Verbreitung der Früchte und sorgt als tierischer Helfer für den ökologisch und zugleich forstlich attraktiven Baum. Die Maronen werden so natürlicher Bestandteil des klimaangepassten Waldes von morgen. Bis Jahresende werden noch weitere Pflanzaktionen bei Idstein stattfinden, um die Gesamtfläche zu komplettieren und einen Trinkwasserwald entstehen zu lassen: Die bepflanzten Flächen vermehren dann künftig das verfügbare Trink- bzw. Grundwasser im Bundesmittel um ca. 800.000 Liter jährlich – und das jedes Jahr neu!

Seit Beginn der Kooperation mit dem Verein Trinkwasserwald e.V. im März 2010 war dies bereits die 47. gemeinsame Aktion mit freiwilligen Helfern der Deutschen Bank – überwiegend im Rahmen von Social Days. Damit wurden bisher über 48.000 Bäume gepflanzt, die zukünftig zusätzlich über 13 Millionen Liter qualitativ hochwertiges Grund- bzw. Trinkwasser generieren!

Laubbäume als Grundwasserspender

Reichhaltig gutes Grundwasser bildet sich am besten unter natürlichen Laubmischwäldern. Dafür setzt sich der gemeinnützige Umweltschutzverein Trinkwasserwald e. V. seit 1995 ein und unterpflanzt bundesweit gezielt ausgewählte Nadelwald-Monokulturen mit Laubbäumen. So entstehen wieder vitale, artenreiche Laubmischwälder. Wie genau diese ,Trinkwasserwälder’ für mehr gutes Trinkwasser sorgen, erklärte Alexander Pillath, geschäftsführender Vorstand des Vereins: „In Nadelwäldern bleibt im Winterhalbjahr viel Regen an den Nadeln haften und verdunstet, ohne in das Grundwasser zu gelangen. Dazu kommt, dass sich unter Nadelwald eine starke Vergrasung entwickeln kann, die ebenfalls das Versickern der Niederschläge in das Grundwasser verhindert.“ Standortgerechte Laubmischwälder, bei denen im regenreichen Winterhalbjahr der Niederschlag ungehindert versickern kann, sind dagegen richtige ,Grundwasser-Fabriken’: Ein Hektar standortgerecht umgebauter Laubmischwald erzeugt jährlich im Bundesmittel rund 800.000 Liter mehr zusätzliches Grund- und Trinkwasser als reine Nadelwald-Monokulturen.

Herr Wald

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