Alles hat einen Preis, auch die Natur!

Alles hat einen Preis, auch die Natur! Prof. Dr. Dr. h.c. Frederic Vester (Biochemiker, Umweltexperte und Autor zahlreicher Bücher) stellte 1986 eine interessante Studie vor „Ein Baum ist mehr als ein Baum“. Er berechnete darin den jährlichen volkswirtschaftlichen Wert einer 100-jährigen Buche (25 m hoch und 2,5 Festmeter Holzinhalt): Zum Beispiel die jährliche CO2-Luftreinigungsleistung des Baumes (75,15 €), die Kostenersparnis für Wind-, Wasser-, Lawinen-, Bergschutz (103,80 €), die Wasserreinigungsleistung, seine Funktion als Smog-, Lärm-, Wind-, Bachuferschutz und so weiter. Am Ende einer 20 Positionen langen Liste errechnete er eine Summe von 2.594,72 Euro für die Leistungen, die dieser Baum für die Umwelt jährlich erbringt. Umgerechnet auf eine Lebenszeit von 100 Jahren sind das enorme 259.472,- Euro an Naturkapital, die ein einzelner großer Baum in 100 Jahren darstellt.

Neben diesem (fiktiven) monetären Wert sind Wälder ein komplexes Ökosystem, mit einer großen Anzahl von Lebewesen und stehen in direkter Wechselwirkung mit Wasser- und klimatischen Kreisläufen. Sie bieten Biodiversität und sind mit ihren Tier-, Pflanzen-, Holz- und Energievorräten Garanten unseres Reichtums. Jede Pflanzen- und Tierart erfüllt eine bestimmte Aufgabe. Die unterschiedlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Lebewesen im Wald prägen das Zusammenleben und die weitere Evolution der Arten.

Bestand der heimische Wald nach der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren noch zu knapp 99 Prozent aus gemischten, artenreichen Laubwäldern und nur zu einem Prozent aus Nadelwald, besteht er heute aus ca. 65 Prozent Nadelwald und nur noch 35 Prozent Laubmischwald. Einst bedeckten Wälder zu 34 Prozent die Kontinente der Erde. Heute bedecken nur noch 26 Prozent Wald die Kontinente und es werden täglich weniger. Weltweit werden zurzeit 20.000 Hektar Wald pro Tag abgeholzt!

Jedes Engagement für den Wald – global wie auch lokal – ist ein wertvoller Beitrag für diesen Planeten.